Zeitfahren

Das vielleicht am meist interessanteste Radrennen ist auf Zeit fahren. Hier kommt es auf die Geschwindigkeit, die Kraft und die Ausdauer der Radsportler an. Es gibt zwei verschiedene Zeitfahr-Arten: das eine ist als Team, das andere als Einzelzeitfahren. Sie werden oftmals in einem Mehr-Tage-Rennen integriert, können aber auch als Eintagesrennen stattfinden. Sie werden entweder als Hin- und Rückfahrt oder aber von Punkt A nach Punkt B konzipiert.

Teamfahren
Diese Art hatmehrere Fahrer, die alle zusammen für die gleiche Mannschaft fahren. Jede Mannschaft verlässt den Startpunkt zu einem bestimmten Zeitpunkt. Je nach dem, wie es vorher festgelegt wurde, wird die Zeit des besten Fahrers eines Teams gewertet. Für die Zuschauer ist hier am meisten interessant, wenn die Sportler in einer langen Linie fahren. Jeder Fahrer fährt einmal an der Spitze und lässt sich dann wieder nach hinten fallen. Das Team mit den stärksten Fahrern und der niedrigsten Nummer an Missgeschicken hat die höchste Gewinnchance.

Einzelzeitfahren
Hier dreht es sich um Kraft, Geschwindigkeit, Ausdauer und auch um geistige Stärke. Die Fahrer verlassen einzeln den Startpunkt. Dabei muss der Fahrer sofort auf Maximalgeschwindigkeit hochpowern - in den ersten 200 m Strecke - die er dann noch mindestens die restlichen 300 - für die weiblichen Teilnehmer - oder 800 m halten muss. Dabei holt der Radsportler alle seine Reserven heraus und kommt meist vollkommen erschöpft am Ziel an. Außerdem haben die Fahrer wenig Assistenz - wie bei den anderen Radrenndisziplinen von ihrem Coach, gar keine Kommunikation besteht zwischen den einzelnen Teilnehmer, die sich normalerweise gegenseitig Mut zusprechen.
Das Zeitfahren ist eine ausgesprochen viel abverlangende Disziplin, die alles aus dem Sportler herausholt.