Vuelta a Espana

Auch Spanien ist ein Land des Radsports und die Vuelta a Espana ist Teil der Tour Grande. Zusammen mit dem Giro d'Italia und der Tour de France ist sie der Hauptpfeiler der jährlichen Radrennen in Europa. Das erste Mal fand die Vuelta 1935 statt, doch schon zwei Jahre später wurde sie wegen politischer Unruhen, später Weltkrieg und in der Franco-Zeit nicht ausgetragen. Seit 1955 findet sie wieder regelmäßig ohne Unterbrechung statt.

Die einzelnen Etappen setzen sich aus Flachetappen - für die Sprinter am vorteilhaftesten -, aus mittelschweren Etappen - für Ausreissergruppen geeignet - und aus Hochgebirgsetappen zusammen. Ziel ist immer die spanische Hauptstadt: Madrid.

Ursprünglich wurde sie im Frühjahr ausgetragen, doch sie überschnitt sich mit den italienischen Giro und wurde so kurzerhand auf den Herbst verlegt. Die ersten beiden Siege gingen an den Belgier Gustaaf Deloor, doch 2009 holte wieder ein Spanier den Sieg nach Hause: Alejandro Valverde. Die spanischen Teams fahren in ihrem 'eigenen' Rennen sehr gut und haben insgesamt schon 29 Siege errungen. Bei insgesamt 64 Austragungen ist es ein sehr gutes Mittelmaß. Frankreich und Belgien bleiben jedoch ernst zunehmende Konkurrenten. Der Schweizer Tony Romiger und der Spanier Roberto Heras gewannen jeweils dreimal hintereinander.

Wie auch in den anderen Rennen erkennt man die Sieger an ihren Trikot. Der Gesamtgewinner darf sich in Gold kleiden, während der Fahrer, der die meisten Einzelrennen gewonnen hat ein rotes Trikot trägt. Sieger der Kombinationsbewertung trägt weiß.

Ein paar Statistiken: die kleinste Differenz zwischen einem Sieger und dem Zweiten beträgt 6 Sekunden, die größte indes 30 Minuten, 8 Sekunden. José Luis Laguìa schaffte es fünf Mal als erster auf den Berg und das Führungstrikot trug Alex Zülle ganze 45 Tage als längster. 2009 dehnte sich die Vuelta bis nach Deutschland - Emmerich in Bayern - aus.