Sechstagerennen

Sechstagerennen sind bekannte und sehr beliebte Wettkämpfe im Bahnrennsport. Innerhalb von sechs Tagen finden verschiedenen Wettbewerbe statt, die zwischen 12 bis 15 Zweiermannschaften ausgetragen werden. Ihren Ursprung haben sie in Großbritannien und wurden später auch in anderen Ländern als offizielle Form des Radsports aufgenommen. Hauptsächlich findet man diese Art von Wettbewerben allerdings in Europa.

In einem Zweierteam müssen nicht unbedingt beide gleichzeitig fahren, so ist es oft, dass der eine ruht, während der andere fährt. Es werden mehrere Disziplinen ausgetragen. Dazu gehören die so genannten 'Jagden', zwei Fahrer,die 30, 45 und 60 Minuten fahren, Derny-Rennen, Ausscheidungsrennen und Punktefahren. Die erzielten Ergebnisse werden jeweils dazu gezogen. Die wichtigste Disziplin ist jedoch die 'Jagd'. Sieger ist das Team, dass die meisten Punkte bzw. Siege erzielt hat.

Das erste Sechstagerennen wurde bereits 1878 in London ausgetragen. Grund war eine Wette des David Stanton, der darauf setzte, dass man mit einer 18-stündigen Fahrzeit 1.000 Meilen in sechs Tagen fahren kann. Das bedeutete aber auch nur 5 Stunden Schlaf zwischen den einzelnen Fahrten. Er gewann die Wette nach 73 Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 13 Meilen pro Stunde.

Heute sehen die Rennen natürlich anders aus. In Europa werden sie besonders in den Wintermonaten ausgetragen. Die meisten dieser Art findet man in Deutschland. Dortmund, Bremen, Berlin, München und Stuttgart sind hier die bekanntesten Austragungsorte. Gent, Zürich, Rotterdam, Grenoble, Kopenhagen und Amsterdam sind die bekanntesten auf dem europäischen Festland. In den Olympischen Spielen fand Jahrelang kein Sechstagerennen statt, doch für 2012 ist eines in London angekündigt worden. In den letzten Jahren hat diese Art von Rennen ein wenig an Image verloren, da es viele Probleme Betreff Doping gab.