Lüttich-Bastogne-Lüttich

Amael Moinhard
Es ist das älteste Etappenrennen Europas und hat schon über 100 Mal statt gefunden. Sie wird im französischen auch 'La Doyenne' - 'Die Alte' genannt. Der Name besagt die Streckenführung, die bei Lüttich beginnt und über Bastogne zurück nach Lüttich führt. Dabei werden auf der Hintour ca. 95 km zurückgelegt, während die Rücktour etwas anders verläuft und mit gut 163 km auf fast das doppelte kommt. Das Rennen wird an nur einem Tag im April ausgeführt.

Das Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich ist unter den Radrennsportlern beliebt, ganz besonders durch seinen zweiten Teil, der erhebliche Schwierigkeitsgrade aufweist. Hohe und steile Höhen müssen hier überwunden werden. Teilweise gibt es Steigerungen von 5% bis 12%. Daher ist es ein Rennen, in dem viel Kraft und Aggression eingesetzt werden müssen. Der Zeitpunkt ist ebenfalls recht früh, da in diesem Monat die Wetterlage oft noch sehr schlecht ist und die Konditionen dadurch erheblich erschwert werden.

1892 wurde dieses Rennen als Amateur-Wettbewerb ins Leben gerufen. Doch nur zwei Jahre später nahmen an ihm auch Profisportler teil. Wie bei den meisten Wettkämpfen hat die meisten Siege das Austragungsland gewonnen. Ganze 57 Siege von insgesamt 95 Austragungen gewannen die Belgier, die im Radsport ohnehin schon zu den besten zählen. Unter ihnen auch der bekannte Radsportler Merckx, der fünf Siege zwischen 1969 und 1975 errang. In den letzten Jahren jedoch gingen die Siege oftmals an ausländische Profis wie Alejandro Valverde aus Spanien, den Franzosen Bernard Hinault sowie an die Italiener Moreno Argentin und Michele Bartoli und viele andere.