Keirin

Keirin kommt aus dem japanischen und bedeutet eigentlich nur Radrennen. Jedoch ist diese Art von Wettkampf anders als die üblichen, bekannten aus der westlichen Welt. Bis zu der Olympiade in 2000 war es ein nur in Japan bekannter Wettbewerb. Viele der Japaner kennen auch nur diese Art des Radrennsports.

Es fahren hier meist sechs bis neun Fahrer zusammen. Die Distanz ist höher als üblich, mehr als 2.000 m. Ein Dernyfahrer fährt voraus und gibt das Tempo an. Ein Derny ist ein leichtes Motorrad, das so genannte Schrittmacherdienste leistet. Er beschleunigt langsam auf eine Geschwindigkeit von 40 - 45 km/h. Der Dernyfahrer verlässt an einem gewissen Punkt die Bahn, meist ca. 700 m vor Rundenende, eine Glocke sagt an und die Fahrer zeigen, was sie können. Bis zu einer Stundengeschwindigkeit von 70 km können die Fahrer hier erreichen. Ganz anders als bei anderen Wettrennen ist hier auch der körperliche Kontakt in begrenztem Masse erlaubt. Je nach Teilnehmerzahl wird das Keirin in mehreren Runden ausgetragen. Eine im Vorfeld festgelegte Anzahl Teilnehmer schafft es hier in die nächste Runde.

In Japan werden Wetten darauf abgeschlossen, wer als erster das Ziel erreicht. Die Räder, die an einem Keirin teilnehmen, müssen ausnahmslos in Japan hergestellt sein, laut japanischem Gesetz. Auf diese Weise soll der Radindustrie geholfen werden.

Es ist ein reiner Männersport, doch versucht man es auch unter den weiblichen Radsportlern populär zu machen. Die sind allerdings weniger davon beeindruckt und lassen sich eher als Zuschauer überzeugen als vom Sport selber. Keirin wird immer populärer und befindet sich bereits in den Olympiaden, wo auch viele ausländische Sportler teilnehmen und natürlich auch gewinnen.